Fed-Banker Williams - Stress im Bankensektor hat sich abgekühlt

Kitco Media
By Reuters
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Reuters
New York, April 20 (Reuters) - Der Stress im Bankensektor hat sich aus der Sicht des Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, offenbar abgekühlt. "Die Bedingungen im Bankensektor haben sich stabilisiert, und das Bankensystem ist gesund und widerstandsfähig", sagte Williams am Mittwoch (Ortszeit) in einer Rede vor einer Versammlung der Money Marketeers der New York University. Die Probleme begannen im letzten Monat und haben zu umfangreichen Notkrediten der Fed an Banken geführt. Diese Kredite beliefen sich vor einer Woche auf 323 Milliarden Dollar. Sie stellten laut Williams kein Problem dar, die Fed sei froh, dass die Banken bei Bedarf Liquidität nachfragten. Williams fügte hinzu, dass diese Situation wahrscheinlich dazu führen werden, dass Kredite teurer und schwieriger zu bekommen seien, was wiederum das Wachstum dämpfen werde. "Es ist noch zu früh, um das Ausmaß und die Dauer dieser Auswirkungen abzuschätzen. Ich werde die Entwicklung der Kreditbedingungen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft genau beobachten." Williams äußerte sich nicht zu seiner persönlichen Einschätzung der nächsten geldpolitischen Schritte. Er wies jedoch darauf hin, dass die kürzlich veröffentlichten Prognosen der Zentralbank auf eine weitere Straffung der Geldpolitik zur Senkung der Inflation hindeuten. "Die Inflation ist immer noch zu hoch, und wir werden unsere geldpolitischen Instrumente einsetzen, um die Preisstabilität wiederherzustellen."


Der Zentralbanker wies in seiner Rede darauf hin, dass die Inflation zwar hoch sei, sich aber abgekühlt habe. Entgegen dem derzeitigen Anstieg von fünf Prozent, gemessen am Index der persönlichen Verbrauchsausgaben im Februar, sehe er eine Abschwächung der Inflation auf 3,25 Prozent in diesem Jahr und das Erreichen des Zwei-Prozent-Ziels innerhalb der nächsten zwei Jahre. Williams sagte auch, dass der "sehr angespannte" Arbeitsmarkt ebenfalls eine gewisse Abkühlung erführe. Er gehe davon aus, dass sich das Wachstum in diesem Jahr abschwäche, bevor es im nächsten Jahr wieder anziehe. Williams rechne nicht mit einer Rezession.
(Bericht von Michael S. Derby, geschrieben von Bettina Cosima Larrarte. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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